Jaguar XF Sportbrake Flanke links

Jaguar XF Sportbrake – Raubtier mit Gepäckabteil

Raubtiere sind kompliziert. Grundsätzlich ist der Privatbesitz verboten. Es sei denn es geht um Fische. Piranhas sind erlaubt, aber nicht im Pool des Nachbarn. Es sei denn, man ist unglücklich mit ihm verheiratet.
Zusammengefasst sind Haus- besser kontrollierbar als Raub-tiere.
Man kann sie verschenken, an Rastplätzen zufällig vergessen oder bei Verwandten abgeben. Raubtiere müssen in den Zoo, zurück in die Heimat oder zu Handtaschen, Stiefeln oder Mänteln verarbeitet werden. Das traut sich nicht jeder zu und die wenigsten können es.
Manche Raubtiere haben es einfacher. Sie werden zu Werbemaskottchen für RTL oder für Rasierklingenhersteller. Andere entwickeln sich weiter und liegen gemütlich vor dem Bett oder hängen an der Wand rum.
Wieder andere lassen sich in Silber gießen und prangen stolz auf der Haube von englischen Automobilen. Das klingt nun auch besser als es ist und war früher viel schöner. In den guten alten Zeiten war ein Jaguar ein Statement. Mir ist ein Rolls Royce zu bieder und ein Benz zu banal, was soll ich denn dann fahren, waren die wichtigsten Fragen des Alltags.
Juhuu, dann wird es also ein Bentley oder ein Jaguar, konnte nur die Antwort sein.
Teufel oder Beelzebub?
Das galt viele Jahre, denn der Jaguarfahrer an sich erwarb lieber zwei oder drei Limousinen, um seinem Mechaniker (man beachte das besitzanzeigende Personalpronomen) keine Sorgenfalten über Ersatzteilbeschaffungsproblematiken auf die ölverschmierte Stirn zu zaubern.
Das war gestern.
Heutzutage werden Jaguarfahrer immer noch ein bisschen wegen ihrer Vorfahren verspottet. Aber nicht wegen der Earls und Lords, sondern wegen der Cretis und Pletis, die einen Jaguar X-Type erwarben.
Wer, heaven knows, soll denn einen Jaguar fahren, der ein Ford ist?
Mondeo hier, Mondeo da, Mondeo überall, so etwas ist für eine englische Nobelmarke nicht einfach.
Nochmal Juhuu, was macht man dann?
Einfach so weiter, oder radikal neu?

Lieber radikal neu als weiter so

Gut, so.
Aber ohne Rabatt, denn der gilt auf alles, nur nicht auf Tiernahrung. Das Raubtier muss sich schließlich auch rentieren. Da hat Jaguar alles richtig gemacht und ist nicht auf die Nachlassorgien mancher Mitbewerber eingestiegen.
Wer erst einmal im Keller hockt, kommt schwierig wieder raus, wenn er die Treppe versetzt hat.
Es sei denn, man zieht den Kopf am eigenen Schopf aus dem Untergeschoß. So gingen die Briten vollkommen neue Wege beim Design. Das ist nicht ungefährlich, denn es birgt die Gefahr in sich, dass man die alten Käufer vergrault ohne neue Kunden zu gewinnen. Jaguar ging volles Risiko und gewann. Zuerst mit dem XJ, dann mit dem XF und die Verkaufszahlen des Evoque bliesen auch die allerletzten Zweifler von Bord.
Jaguar verdient wieder ordentlich Geld und macht weiter alles richtig.
Die Briten verkaufen in 101 Ländern auf der Welt Jaguars und in 177 Ländern Land Rover. In China stieg der Marktanteil von 2008-2011 von einem Prozent auf 17%.
In Deutschland stieg der Absatz um 46%.
Das Qualitätsproblem von anno dunnemal haben sie nun auch im Griff. JD Power setzte die Jaguar-Qualität im UK auf Platz 1 und in den USA auf Platz 3.
Weil in Europa besonders Kombis ankommen, fehlte noch ein Konkurrent für den Audi A6 Avant, den BMW 5er touring und das E-Klasse-T-Modell von Mercedes-Benz.
And here it is – der Sportbrake.

Jaguar XF Sportbrake Front

Da passt die Skiausrüstung rein, die Koffer für den Sommerurlaub oder ein Katzenklo plus Katzenstreu plus Katzenfutter für ein halbes Jahr.
Womit wir wieder bei Tiernahrung wären.
Bei mehr als 8 Millionen Katzen und mehr als 5 Millionen Hunden hat durchschnittlich jeder sechste Deutsche eine Mieze oder einen Wauwau.
Die müssen ja auch mal raus und das geht besonders gut, wenn man einen Kombi hat.
Platz für alle Familienmitglieder und Tiere ist im Sportbrake bei einem Kofferraumvolumen von bis zu 1.675 Liter und fast zwei Meter Ladelänge. Wenn die Mutti auch mal die großgewachsenen Nachbarskinder auf der Rücksitzbank mit zum Reiterhof nehmen will, kommen den pubertierenden Passagieren 5 Zentimeter mehr Kopffreiheit zugute.
Die moderne Eleganz des Kombis lebt von der Front der Limousine. Ab der B-Säule ist der Sportbrake neu, aber auch schön. Die Gürtellinie steigt leicht an, die Dachlinie ist logischerweise weiter nach hinten gezogen. Das macht den Jaguar breitschultriger.
Die Designphilosophy der „Modern British Luxury“ setzt auf den Fluss der Linien. Puristisch, präsent und sportlich wirkt das Automobil.
Die seitlichen Lufteinlässe sind von Propellerblättern inspiriert. Die LED-Tagfahrleuchten zeichnen das liegende Jaguar-J. Die Seitenfenster-Grafik spannt sich wie Bogensehne nach hinten, sagt Jaguar.
Die schwarz eingefärbte D-Säule soll den Eindruck verstärken, dass sich eine ununterbrochene Glaseinheit um den Wagen zieht.
Klingt gut, sieht auch so aus.
Als Sonderausstattung gibt es das „Black Pack“. Das hat nichts mit dem „Rat Pack“, also Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis Jr., Joey Bishop, Peter Lawford und Shirley MacLaine zu tun. Damals gab es den Sportkombi ja noch lange nicht. Der Begriff kommt von Jaguar-Designer Wayne Burgess. Von ihm stammt auch der Satz:“Der Fluss und die Verknüpfung der Linien, die das Auge rund um das Fahrzeug leiten, mündeten in einen sehr praktischen Sportkombi, der zugleich dem Anspruch von Drama und Eleganz eines Jaguar gerecht wird.“
Drama-Baby, sag ich da nur und freue mich, dass die Jaguar-Diesel so kräftig und sparsam sind.
Der kleine 4-Zylinder-Diesel mit 200PS soll nur rund 5 Liter verbrauchen, der 3,0-Liter-V6-Diesel mit 240PS um die 6 Liter, der 275PS-Diesel ebenso. Eine weiter entwickelte Stop-/Start-Funktion schaltet den Motor in nur 300 Millisekunden ab und schneller wieder an als der Fahrer braucht, um das schlanke Füßchen von der Bremse auf das Gaspedal zu hieven.
Wenn sich die Verkehrssituation dann doch unerwartet schnell ändert, denkt die „Change of mind“-Funktion mit und reagiert 40% schneller als bisher darauf, dass der Opi im Kreisverkehr doch noch ein bis zwei Jahre länger braucht bis er sich entschieden hat, wo er Omi heute hinbringen will.
Weil der Sportbrake eine Luftfederung hat, ist es egal wie viel die Golfschläger, Kühlschränke oder erlegten Waldtiere im Gepäckabteil wiegen. Das Fahrzeug reguliert das Niveau an der Hinterachse von selbst. Das macht es auch mit den Fahrstufen. Das 8-Gang-Getriebe schaltet sehr harmonisch. Wer selbst gerne wippen äh schalten will, kann das über hübsche Paddel am Lenkrad tun.
Der Diesel mit 275 PS entwickelt 600 Nm Drehmoment und macht richtig Spaß.
In 6,6 Sekunden schiebt er den 1,9-Tonner von Null auf Hundert und macht erst bei 250km/h Schluss. Das kostet ab 56.550.-€. Allerdings reicht normalerweise schon der Vierzylinder ab 48.550.-€
Innen herrscht „sportlicher Luxus“. Sehr aufgeräumt und puristisch verwöhnt der Sportbrake mit seinem Jaguar-typischen Design das Auge. Der Alu-Dreh-Steller für die Automatik ist nach wie vor wunderschön und lädt zum Spielen ein. Die Sitze sind noch etwas konturierter geworden und die Rücksitzbank ist komplett neu.

Jaguar XF Sportbrake Wahlhebel Automatik Jaguar XF Sportbrake vorne innen Jaguar XF Sportbrake Kofferraum

Die Sitzbankteile (60:40) lassen sich über Zughebel im Laderaum umklappen.
Das Beste zum Schluss:
Den Sportbrake gibt es auch mit Anhängerkupplung.

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